2. Tag – 92km bei ständigem Seitenwind

Am ersten Tag auf dem Velo wurde uns auch sogleich die eine Seite des Isländischen Wetters präsentiert. Während dem ganzen Tag fuhren wir in Begleitung des Windes. Mit 40 km/h soll er laut Wetterbericht geblasen haben und kam meist aus der selben Himmelsrichtung – von vorne links :-) .

Zum Glück gibt es auf den Hauptstrassen einen 2-3 Meter breiten Seitenstreifen, den wir in der vollen Breite brauchen konnten.

Die Tagesetappe führte uns zuerst entlang der Küste in Richtung Reykjavík. In einem Vorort mit Namen Hafnarfjörður machten wir unseren ersten Halt. Dort tranken wir etwas Warmes. Danach suchten wir ein Supermarkt, der auch Sonntags offen hatte. Erschwerend kam noch dazu, dass in Island morgen ein Feiertag ist und gewisse Geschäfte bereits heute die Tore geschlossen haben.

Wir wurden aber in diesem Dorf fündig und konnten uns mit Lebensmitteln eindecken.

Bald darauf bogen wir rechts ab auf die Route 1, die Ring Road, welche um die ganze Insel herum führt. Dies ist eine gut ausgebaute Strasse mit meist zwei Spuren in beiden Richtungen. Heute war viel los auf dieser Strecke. Halb Reykjavík scheint ins Landesinnere zu fahren, um den Feiertag von morgen zu geniessen. Mit ihren teils schon fast überdimensionierten 4×4-Vehikel blochen sie über die Strassen. Uns machte dies eigentlich wenig aus. Denn wie eingangs erwähnt hatten wir mit dem Wind zu kämpfen.

Die Landschaft ist sehr karg gestaltet. Es gibt fast keine Bäume, die den Wind aufhalten könnten. Dafür gibt es umso mehr Moos in einem schwefligen Gelb. Dies kommt natürlich auch nicht von ungefähr. Wir konnten die faulen Eier sogar riechen, die die Isländer irgendwo im Boden vergraben haben.

Gelandet sind wir schliesslich im Guesthouse Hjarðarból. Dies ist ein Familienbetrieb, welcher wahrscheinlich zum nahegelegenen Bauernhof gehört.

Leave a Reply