18. Tag – Durch und um Reykjavík mit dem Fahrrad

Bei schönstem Wetter, stahlblauem Himmel, fast keinem Wind und angenehmen 14°C starteten wir heute früh zu unserer Stadterkundung. Als erstes Ziel peilten wir das Saga Museum auf dem höchsten Punkt Reykjavíks an. Es ist ein bemerkenswerter Bau bestehend aus 6 grossen Runden Türmen die mit einer Glaskuppel zu einem Ganzen abgeschlossen sind. In einem dieser Türme ist ein Museum eingegliedert. Die anderen 5 dienen als Warmwasserspeicher Reykjavíks. Von hier aus wird die Stadt mit Warmwasser versorgt. Im Winter werden damit Strassen und Gehwege beheizt. Vor unserem Hotel wird die Bushaltestelle neu mit Bodenplatten belegt und darunter ist eine Bodenheizung angelegt (siehe Bild unten). Das können wir uns Schweizer nicht so ganz vorstellen. Aber hier in Island ist Wärme in Form von Warmwasser kein Thema.

Wir waren etwas früh beim Museum und spazierten darum im angrenzenden Park. Zuerst besuchten wir die dampfende Wasserquelle und danach gingen wir auf einen Friedhof der auf 7 ganz sachten grünen Hügeln angelegt ist. Es ist eine ganz friedliche Ruhestätte.

Um 10:00 Uhr war Türöffnung. Im Innern des Baus führt eine Treppe auf das Dach der 6 Türme, dass frei zugänglich ist und konnten so der Glaskuppe entlang rund herum gehen. Von hier aus genossen wir die herrliche Sicht in alle Himmelsrichtungen.

Nach diesem Besuch fuhren wir ganz gemütlich auf Fahrradwegen zum Botanischen Garten und schlenderten durch die lieblich angelegte Anlage. Von hier aus ging’s an die Küste. Wir fuhren dem Hafengebiet entlang und umrundeten dann den ganzen Zipfel der Halbinsel. Dem Meer entlang zu fahren ist eine sehr beruhigende Angelegenheit und wir genossen dies entsprechend. Wir kamen erst an einem noblen Villenviertel vorbei. Anschliessend war der Leuchtturm Reykjavíks in Sicht. Er liegt auf eine kleinen Insel. Da gerade Ebbe herrscht, konnten wir zum Turm und den beiden Häuser, die leer stehen, hinüber laufen.

Die Fahrt führte weiter zu einem Golfplatz. Auf dem nur vereinzelte Personen am spielen waren. Auf der Weiterfahrt kamen wir zum Flugplatz der Stadt und damit waren wir nach 29 km bereits wieder bei unserem Hotel. Auf dem ganzen Weg sind wir immer wieder an interessanten Skulpturen vorbeigekommen. Es sind teils ganz modern, abstrakte Gebilde, teils werden Persönlichkeiten ganz oder als Büsten dargestellt.

Nach einer kurzen Pause machten wir uns zu Fuss ins Zentrum, wo wir beiden Männer auf Shoppingtour gingen. Lach, lach… Wir wurden dabei von einem Mädchen angesprochen, welches uns ein Konzert in der Harpa empfehlen wollte. Es sprach sogar deutsch. Leider findet dieses Konzert – nach kurzer Recherche – nicht im grossen Saal des Komplexes statt und dauert lediglich eine Stunde. Dies hielt uns schliesslich von einem Besuch am Abend ab.

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