10. Tag – Vulkane und ein heisses Bad

Heute liessen wir uns zum Frühstück so richtig verwöhnen. Wir genossen das ausgiebige Buffet. Als wir uns im Zimmer für die Abreise bereit machten, ging ein Feueralarm los. Es dauerte eine Weile bis die schrille Glocke wieder still war. Was der Grund ist wissen wir nicht. Doch hatte der Vorfall einen Einfluss auf die Zahlungserfassung mittels Kreditkarte. Beim Auschecken konnten wir die Rechnung nicht direkt begleichen. Wir mussten die nötigen Angaben hinterlassen. Die Verbuchung erfolgt später.

Wir starteten bei super Wetter. Der Himmel war stahlblau, die Sonne schien und der Wind blies nur mässig. Als erstes peilten wir Hverfell an, der als riesiger schwarzer Geröllhaufen mitten in der Landschaft steht. Dort angekommen, bestiegen wir diesen Berg und wurden von einem herrlichen Blick in den Krater sowie in die Ferne belohnt. Der Krater hat einen Durchmesser von ca. 1000 m. Wir liefen auf der Kraterkante bis zum höchsten Punkt und machten unsere Fotos. Von dort sahen wir auch, dass zwei Wege als Abkürzung zu unserem nächsten Ziel führen. Als Alternative hätten wir einen rechten Umweg in Kauf nehmen müssen. Wir entschlossen uns, auf dem Wanderweg weiter zu gehen. Es war ein heikles Unterfangen. Der Boden bestand aus Lavasand und immer wieder verengte sich der Weg mit kantigen Steinen. Doch wir schafften – Alfons mit einem Sturz und je einer Wunde am Finger und am Knie – die 1.8 km.

Die nächste Attraktion war die Grjótagjá, zu Deutsch eine Felsspalte. Hier treffen die beiden Kontinetalplatten von Amerika und Europa aufeinander. Darunter hat sich eine Höhle gebildet, die warmes Wasser (ca. 45°C) enthält. Durch das Sonnenlicht, welches durch die Felsspalten dringt, ergibt sich ein wunderbares Bild. Gebadet werden darf hier nicht und man dürfte auch die Höhle nicht betreten, da Einsturzgefahr herrscht. Silvan tat es trotzdem und versuchte die Stimmung mit der Kamera festzuhalten.

Als nächstes peilten wir Mývatn Nature Baths an. Dort liessen wir usn im heissen Wasser wohl ergehen. Das Wasser hat eine hellblaue Färbung und ist trüb wie Milch. Es fühlte sich zudem schmierig an und roch ein bisschen nach Schwefel.

Um die Mittagszeit starteten wir für den Rest der heutigen Etappe. Wir fuhren im Gegenuhrzeigersinn um den Mývatn. Kamen durch abwechslungsreiche Gegenden, geprägt von viel Wasser in Form von Seen und ganz klaren, reissenden Flüssen. Es galt dann noch einen Hügelzug zu überqueren. Beim ersten Aufstieg wurden wir beide von den Mücken so richtig eingenebelt. Es machte Mühe konzentriert zu fahren, richtig zu atmen und dabei kein solches Insekt zu verschlucken.

Der Lohn für das hinauf strampeln folgte sogleich in einer schönen Abfahrt. Dies sollte aber nicht der letzte Hügel für heute sein. Kurz darauf bogen wir links ab und sahen den Aufstieg direkt vor uns. Wir durften den nächsten Hügel hoch radeln. Zum Glück sind hier die Berge nicht so hoch und steil, wie in der Schweiz. Danach ging es nur noch runter bis zu unserem heutigen Tagesziel. Beim Goðafoss fanden wir im nahegelegenen Guesthouse ein Plätzchen für die Nacht.

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