9. Tag – Tag auf vier Rädern

Heute konnten wir den Tag gemütlich starten. Wir assen unser Frühstück in unserem kleinen Hüttchen. Danach warteten wir gespannt auf unser Transportfahrzeug. Der Bus ist schon ein bisschen in die Jahre gekommen, bot aber zu unserem Glück für 3 Fahrräder Platz. 1 Bike hing schon dort und so konnten unsere Velos am Heck des Buses mitreisen.

Um zehn Uhr startete der Bus in Hella Richtung Norden. Auf den ersten paar Kilometern auf einer uns noch unbekannten Strecke. Danach folgte der Bus der Strasse 26, welche wir bereits vor drei Tagen in die andere Richtung befahren hatten. So fuhren wir auch über die sandige Wellblech-Piste vorbei am Vulkan Hekla. Ob es unsere Fahrräder wohl unbeschadet überstehen würden? Nach knapp einer Stunde Fahrt erreichten wir das Highland Center Hrauneyjar. Dort mussten wir umsteigen. Dabei bekamen wir unsere Fahrräder zu Gesicht. Alles war mit feinstem Sand bedeckt. Wie werden die am Abend nach über neun Stunden Schotterpisten aussehen?

Dieser Bus hatte leider am Heck nur für zwei Fahrräder Platz. Da es immer noch drei waren, musste jenes von Alfons in den Gepäckraum. Mit der Polsterung in Form unserer Taschen sollte dem Velo nichts passieren.

Nun ging die Fahrt los auf der Sprengisandur, welche wir ursprünglich mit dem Velo befahren wollten. Es rüttelte und schüttelte. Wir fuhren über Hügeln auf und ab, entlang von Seen und über Bäche. Die Landschaft veränderte sich langsam von braun zu schwarz. Zu sehen war praktisch nur Sand mit vereinzelten Steinen darin. Manchmal schlängelte sich ein Gletscherfluss über die Ebene und die „Strasse“. Weit in der Ferne konnten wir Berge und Gletscher sehen. So ging es etwa drei Stunden, bis wir in Nýidalur einen längeren Halt machten. Hier steht eine Berghütte, welche von Wanderern rege genutzt wird. Falls es im Haus keinen Platz geben sollte, ist auch ein Campingplatz direkt davor zu finden.

Auf dem weiteren Weg durchquerten wir noch ein paar Flüsse. Die wären auch für uns als Velofahrer zu meistern gewesen, wie auch die Strasse selbst. Es braucht aber viel Durchhaltewillen, um diese Strecke auf dem Fahrrad zu bezwingen. Ansonsten änderte sich vorerst nicht viel an der Umgebung. Später wechselte sich die Farbe der Landschaft in ein braun und schliesslich wurde es wieder grüner. So waren dann auch schon die ersten Schafe zu sehen. Erstaunlicherweise sind sie meist zu dritt unterwegs.

Bei zwei Wasserfällen, dem Aldeyjarfoss und dem Goðafoss, machten wir je eine halbe Stunde Foto-Pause. Dabei waren nebst den Wasserfällen auch die Gesteine darum interessant. Der Basalt ist in hexagonalen Säulen aufgebaut.

Nach insgesamt neuneinhalb Stunden Fahrt erreichten wir Reykjahlíð, welches am nordöstlichen Ufer des Mývatn liegt. Als erstes reinigten wir unsere Fahrräder an der nahegelegenen Tankstelle. Danach gingen wir auf Unterkunft-Suche. Da Alfons nicht auf dem schön gelegenen Campingplatz in einem Zelt übernachten wollte, mussten wir nach einem Guesthouse oder Hotel suchen. Da alle uns bekannten Unterkünfte bereits ausgebucht waren, blieb uns nur noch das Hotel Reykjahlíð.

One Response to “9. Tag – Tag auf vier Rädern”

  1. Othmar Says:

    Hallo Alfons ud Silvan,
    Heute haben wir eine Postkarte mit dem Bild des Skogafoss-Wasserfalls von Otto und Hedy Stapfer erhalten. Sie sind auch auf der Insel unterwegs. Die Route ist mir aber nicht bekannt. Vielleicht trefft ihr sie auf der Tour.
    Hut ab vor eurer Leistung! Bleibt gesund und guten Mutes. Wenns eine ausgleichende Gerechtigkeit gibt, dann muss der Wind bald von hinten kommen!

    Gruss Margrit und Othmar

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