8. Tag – Vorbei an zwei Wasserfällen

Nachdem wir gestern unsere Mahlzeit genossen hatten, wurden alle Tische für ein Abendessen vorbereitet. Die Deutsche Dame hat uns erklärt, dass eine grössere Gruppe nach einer längeren Tour auf den Pferden ihren Abschiedsabend feiern werde. Nach 19 Uhr trafen diese Reiterinnen dann ein. Es waren ca. 20 Frauen und ein Mann der als Guide fungierte. Zuerst nahmen die Damen im Whirlpool draussen vor dem Hause ein Bad und machten sich dann fürs Essen bereit. Als zum Dinner gerufen wurde, zogen wir uns in den Schlafraum zurück und verkrochen in den Schlafsäcken.

Heute morgen waren wir die Ersten welche die Britschen verliessen. Wir machten uns ein Müesli und packten dann unsere sieben Sachen. Nach dem Begleichen der Rechnung ging es dann, bei trockenem Wetter aber mit viel Wolken und Wind, los zum 2. Wasserfall Skógafoss. Auch dieser ist mit seinen 62 m Höhe sehenswert.

Auf dem Rückweg machten wir Halt bei dem Visitor Center, wo der Vulkanausbruch von 2010 sehr gut dokumentiert ist. Durch die Wucht dieses Ausbruchs, mit dem enorm viel Material in die Atmosphäre geschleudert wurde, ist damals ein grosser Teil des Flugverkehrs lahm gelegt worden. Wir schauten uns den eindrücklichen Film über dieses Ereignis an und waren erstaunt über den Durchhaltewillen der betroffenen Isländer. Die ganze Gegend war mit einer dicken Asche- und Steinschicht zugedeckt und am Tage war es stockdunkel. Durch das Schmelzen der Gletscher führten die Flüsse viel Wasser und Geröll mit sich. Diese Murgänge rissen alles mit, was im Wege stand. Heute kann man sich den entstandenen Schaden gar nicht vorstellen. Es ist alles wieder hergerichtet und die Natur hat sich erholt. Das Bild nach dem Zentrum zeigt die damals stark betroffene Gegend.

Beim gestern besuchten Wasserfall machten wir noch einmal Halt. Dort trafen wir einen Bus aus Altdorf und wechselten ein paar Worte mit dem Chauffeur und einem Gast aus Hünenberg. An diesem Wasserfall führt ein Weg dem Felsen entlang hinter die Wassermassen. Diesen haben wir natürlich genommen, um uns das Spektakel nicht nehmen zu lassen.

Wir fuhren anschliessend mit der Unterstützung des Rückenwindes weiter nach Hella. Dort bezogen wir ein kleines Häuschen auf dem Campingplatz.

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